Wie alles begann

Meine grösste Motivation war es immer nachhaltig Gesundheit zu fördern. Ich wollte an die Wurzeln eines Problems und den Körper von innen heraus heilen lassen. Ganz oft habe ich mir gerade nach der Behandlung eines Langzeitpatienten die Frage gestellt: „Und was habe ich heute wirklich bewirkt?“

Ich habe mich immer wieder gefragt, wie langfristig meine Behandlungen etwas verändern würden. Manchmal wenn Patienten besonders angespannt oder verspannt waren, habe ich gemerkt, dass ich anfing selbst mehr Kraft zu verwenden. Mehr als ich wollte. Und gleichzeitig nahm ich wahr, dass es ein Kampf war, den ich nicht gewinnen konnte. Irgendwann wurde mir auf einer tieferen Ebene bewusst, dass der Körper immer für uns und niemals gegen uns arbeitet. Da wollte ich mir anschauen, was die Zellen da so leisten.

Der Start

Am Anfang war es nur eine Art Anerkennung. Dabei bemerkte ich, dass die Zellen anfingen, sich zu entspannen, wenn ich neugierig und wertschätzend mir zeigen ließ, was sie für eine Arbeit 24 h am Tag leisteten. Irgendwann fragte ich weiter, was sie sich wünschen. Und merkte, dass ich je nach Patient und je nach Struktur eine andere Antwort bekam. Ich fragte immer weiter und es entstand ein Gespräch. Eine Mischung aus Worten und Bildern und zusammen mit dem, was ich mit meinen Händen fühlte, bekam ich einen 3-D-Eindruck, der manchmal nur mit Hilfe des Patienten aufzulösen war, manchmal etwas schwammig, aber ganz häufig sehr genau.

Manchmal bekam ich Bilder, die nur mein Patient deuten konnte. Ich kannte die Geschichte dahinter oder den Brauch nicht, für den die Bilder standen.

Dabei fand ich heraus, dass bei Kinderwunschpatienten auf den Beckenorganen ganze Lebensromane gespeichert sind. Und damit sehr wahrscheinlich auch die Antwort, warum es bisher mit einem Kind nicht geklappt hat.

Ich glaube sogar, dass ZBS eine wundervolle Behandlungsmethode für Krebspatienten ist. Weil man durch sie das Thema hinter dem Krebs und damit auch eine oder mehrere Ursachen herausfinden kann. Was wäre, wenn der Krebs damit keinen Grund mehr hätte zu bleiben? Diese Frage beschäftigt mich zur Zeit sehr… Und ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit für eine Studie haben werde und zusammen mit Onkologen eine Antwort auf diese Frage finde…